Uruguay - das kleine Land das keine Eile kennt

Uruguay Reisen bedeutet vor allem eines: langsamer werden. Es gibt keine Megastädte, die überfordern, keine überlaufenen Touristenrouten, keine Warteschlangen vor den Sehenswürdigkeiten. Stattdessen findet man weite Weidelandschaften, auf denen mehr Rinder als Menschen leben, sowie kleine Küstenstädte, in denen die Zeit nach dem Rhythmus von Ebbe und Flut zu laufen scheint – und eine Hauptstadt, die so überschaubar ist, dass man sich in ihr nicht verirren kann
Colonia del Sacramento, das koloniale Juwel am Río de la Plata und seit 1995 UNESCO-Weltkulturerbe, ist vielleicht das beste Beispiel für dieses Tempo: Kopfsteinpflastergassen, in denen kaum ein Auto fährt, Häuserfassaden aus dem 17. Jahrhundert, die sich seit Jahrhunderten kaum verändert haben, und eine Atmosphäre, die eher an ein portugiesisches Fischerdorf erinnert als an ein südamerikanisches Touristenziel. Wer hier ankommt, bleibt länger als geplant, weil die Atmosphäre zum Verweilen einlädt.

Da das Landesinnere kaum touristisch erschlossen ist, ist es noch deutlich stiller. Auf den Cuchillas – den sanften Hügelketten, die sich quer durch das Land ziehen – trifft man auf Estancias, traditionelle Farmgüter, die Gäste aufnehmen und in die Gaucho-Kultur einführen, mit langen Abenden, ausgedehnten Mahlzeiten und einem direkten Kontakt zu den Gastgebern, den man in Südamerika selten findet. 

Selbst entdecken: Uruguay mit dem Mietwagen

Wer Uruguay wirklich kennenlernen möchte, nimmt sich einen Mietwagen und fährt auf eigene Faust: entweder in den Westen des Landes, wo Jesuitenruinen, der Sumpfnationalpark Esteros de Farrapos und Gaucho-Estancias auf wenig befahrenen Nationalstraßen aufeinanderfolgen, oder entlang der Ostküste mit ihren Weingütern rund um Garzón, an kleinen Atlantikbadeorten vorbei bis nach Punta del Este. 

In beiden Fällen gilt: Weil Uruguay kein Tempo verlangt, kann man den Zeitplan vergessen und das Fenster herunterlassen.

Wer Uruguay lieber geführt entdecken möchte, weil er die Planung in erfahrene Hände geben will, findet mit unserer Route Von Buenos Aires nach Punta del Este einen idealen Einstieg: Die Reise verbindet das koloniale Colonia, Montevideo und die Atlantikküste mit einer Überfahrt per Schnellfähre über den Río de la Plata, Übernachtungen auf einem Weingut und einer Pferde-Estancia sowie deutschsprachiger Begleitung zum individuell wählbaren Reisetermin.

Wir empfehlen Uruguay Reisenden, die Südamerika bereits kennen und diesmal weniger sehen, dafür mehr erleben möchten – sowie all jenen, die von Anfang an wissen, dass sie kein volles Programm wollen.

Marc Bouché

Unser Südamerika Spezialist Marc Bouché kennt das Land aus eigener Erfahrung und ist von seiner Vielfalt begeistert. Ob entspannte Rundreise in kleiner Gruppe, individuelle Privatreise ganz nach Ihren Wünschen.  Sprechen Sie ihn gerne persönlich an!

T: +49 (0) 40 3289 268 80

E: mbouche@takeoffreisen.de

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Tipps und Infos für Ihre Uruguay Reise

Zahlen, Daten, Fakten zu Uruguay
Einreise:Mit noch mind. 6 Monate gültigem Reisepass. Kein Visum erforderlich für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger. Touristische Aufenthalte bis 90 Tage sind ohne weitere Formalitäten möglich. Bei der Einreise sind mitgebrachte Lebensmittel, Pflanzen und Tierprodukte zu deklarieren.
Geo:176.215 km² mit ca. 3,5 Mio. Einwohnern – damit ist Uruguay das zweitkleinste Land Südamerikas. Rund die Hälfte der Bevölkerung lebt im Großraum Montevideo. Hauptstadt: Montevideo (ca. 1,8 Mio. Einwohner). Weitere wichtige Städte: Punta del Este, Colonia del Sacramento, Salto und Paysandú. Das Land grenzt im Norden und Osten an Brasilien, im Westen und Süden an Argentinien sowie den Río de la Plata. Die Landschaft besteht überwiegend aus sanft gewellten Hügelketten (Cuchillas), Weidegründen und einer rund 660 km langen Atlantik- und Flussküste.
Gesundheit:Keine Pflichtimpfungen für die Einreise aus Deutschland. Empfohlen werden Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A. Uruguay ist malaria- und gelbfieberfrei; eine Prophylaxe ist nicht notwendig. Das Leitungswasser ist in den meisten Städten trinkbar, im Zweifel Flaschenwasser verwenden.
Währung:Uruguayischer Peso (UYU). Kreditkarten werden in Montevideo, Colonia del Sacramento und Punta del Este in Hotels, Restaurants und größeren Geschäften weitgehend akzeptiert. Im ländlichen Raum und auf Estancias empfiehlt sich ausreichend Bargeld. US-Dollar werden vielerorts als Zahlungsmittel akzeptiert, Euros deutlich seltener. Bargeld lässt sich an internationalen Bankautomaten abheben; bitte erkundigen Sie sich vorab bei Ihrer Bank, ob Abhebungen in Uruguay freigegeben sind.
Ortszeit:MEZ – 4 Stunden (Sommerzeit: MEZ – 3 Stunden).
Entfernung:Uruguay hat ein gemäßigtes Klima mit vier ausgeprägten Jahreszeiten. Sommer (Dez.–Feb.): 25–32°C, gelegentlich feucht-schwül an der Küste. Herbst (März–Mai): angenehm, 15–22°C. Winter (Juni–Aug.): mild, 8–14°C, kaum Frost. Frühling (Sep.–Nov.): 14–22°C, beste Reisezeit für Rundreisen ins Landesinnere. Schnee fällt nur selten und ausschließlich im Norden des Landes.

FAQ - Uruguay Reise - Einreise und Visum

Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger reisen visumsfrei nach Uruguay ein. Ein gültiger Reisepass mit mindestens sechs Monaten Restgültigkeit genügt. Die Einreise ist für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tage ohne weitere Formalitäten möglich.

Direktflüge nach Montevideo (MVD) gibt es derzeit nicht ab Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Die gängigste Route führt über Madrid, Lissabon, São Paulo oder Buenos Aires. Die Gesamtreisezeit beträgt je nach Umstieg zwischen 14 und 18 Stunden. Wer Uruguay mit Argentinien kombiniert, reist häufig nach Buenos Aires und setzt mit der Schnellfähre über den Río de la Plata nach Colonia del Sacramento über – eine einstündige Überfahrt, die Teil unserer Privatreise Von Buenos Aires nach Punta del Este ist.

FAQ - Uruguay Reise - Selbstfahren und Mietwagen

Ja – Uruguay eignet sich hervorragend für Reisen mit dem Mietwagen. Das Straßennetz ist gut ausgebaut, die Beschilderung zuverlässig und die Entfernungen überschaubar. Von Montevideo bis Punta del Este sind es knapp zwei Stunden, bis Colonia del Sacramento ebenfalls rund zwei Stunden in die entgegengesetzte Richtung. Das Landesinnere lässt sich auf asphaltierten Nationalstraßen ohne Allradfahrzeug erkunden. 
TAKE OFF übernimmt Mietwagenbuchung, Unterkunftsauswahl und Routenplanung – Sie fahren auf eigene Faust.

FAQ - Uruguay Reise - Allgemeine Fragen

Zu den wichtigsten Reisezielen zählen: Montevideo mit der historischen Altstadt, dem Mercado del Puerto und der 22 Kilometer langen Rambla; Colonia del Sacramento, das UNESCO-Weltkulturerbe am Río de la Plata; die Atlantikküste mit den Badeorten Piriápolis, La Paloma und Cabo Polonio; Punta del Este als Treffpunkt für Strandurlauber und Kunstliebhaber; sowie das Weingebiet rund um Garzón und Maldonado. Das Besondere an Uruguay ist jedoch weniger die Einzelsehenswürdigkeit als das Tempo: Estancias, Gaucho-Kultur und menschenleere Küstenabschnitte, die in Südamerika ihresgleichen suchen.

Für eine erste Begegnung mit Montevideo und Colonia del Sacramento reichen fünf bis sieben Tage. Wer auch die Ostküste, das Weingebiet rund um Garzón und das Landesinnere mit Estancias erleben möchte, sollte mindestens zehn bis vierzehn Tage einplanen. Unsere Selbstfahrerreise durch den Westen Uruguays und die Selbstfahrerreise entlang der Ostküste lassen sich auch zu einer großen Rundreise verbinden.

Sehr gut. Die Kombination beider Länder ist eine der beliebtesten Reiserouten im Río-de-la-Plata-Raum. Häufig beginnt die Reise in Buenos Aires, führt per Fähre nach Colonia del Sacramento und Montevideo und weiter entlang der uruguayischen Küste – oder umgekehrt. Wer mehr von Argentinien sehen möchte, kann die Route bis zu den Iguazú-Wasserfällen verlängern. Unser Uruguay-Programm mit Argentinien und Iguazú lässt sich flexibel an Ihre Reisedauer anpassen.

Ja, vor allem die Südspitze Brasiliens liegt auf dem Weg. Wer mit dem Mietwagen oder Bus reist, kann über die Grenzstadt Chuy in das brasilianische Bundesland Rio Grande do Sul einreisen – mit den Lagunen der Lagoa dos Patos, den Weinregionen der Serra Gaúcha und der Kolonialstadt Gramado. Für eine Kombination mit Rio de Janeiro oder den Iguazú-Wasserfällen auf brasilianischer Seite empfiehlt sich ein Inlandsflug. Sprechen Sie uns an – wir planen auch längere Südamerika-Rundreisen, die Uruguay als ruhigen Auftakt oder Abschluss einer größeren Route einbinden.

FAQ - Uruguay Reise - Kulinarischen Besonderheiten

Uruguay gilt als eines der fleischreichsten Länder der Welt – pro Kopf wird hier mehr Rindfleisch konsumiert als fast irgendwo sonst. Das Asado, das langsame Grillen über Holzkohle oder offenem Feuer, ist weit mehr als eine Zubereitungsart: Es ist ein soziales Ritual, das Familie und Freunde stundenlang zusammenbringt. Wer in Uruguay zu einem Asado eingeladen wird, erlebt das Land von seiner gastfreundlichsten Seite.

Das Herzstück des Essenslebens in Montevideo ist der Mercado del Puerto, die alte Hafenmarkthalle aus dem 19. Jahrhundert, in der seit Jahrzehnten dieselben Parrillas – Holzkohlegrill-Restaurants – betrieben werden. Schon mittags qualmt es aus den offenen Grills, und an den Tischen sitzen Hafenarbeiter neben Touristen neben Geschäftsleuten. Ein Besuch gehört zu jeder Montevideo-Reise.

Neben Rindfleisch prägen folgende Spezialitäten die uruguayische Küche: der Chivito, ein üppig belegtes Sandwich mit dünn geschnittenem Rindfleisch, Ei, Schinken, Käse und Mayonnaise, das als Nationalgericht gilt; Milanesa, paniertes Schnitzel vom Rind, das in jeder Straßenbar serviert wird; sowie Tortas fritas, frittierte Teigfladen, die an Regentagen traditionell auf der Straße verkauft werden.

Uruguay ist außerdem ein unterschätztes Weinland. In den Hügeln rund um Garzón, Maldonado und Canelones gedeiht vor allem die Tannat-Traube, die ursprünglich aus dem Südwesten Frankreichs stammt und in Uruguay zu einem vollmundigen, charakterstarken Rotwein ausgebaut wird. Weingüter wie Bodega Garzón oder Bouza bei Montevideo bieten Verkostungen und Übernachtungen an und lassen sich gut in eine Selbstfahrerreise entlang der Ostküste einbinden.

Mate, der bittere Kräutertee aus dem getrockneten Yerba-Mate-Strauch, ist das nationale Getränk schlechthin – nicht nur in Uruguay, sondern im gesamten Río-de-la-Plata-Raum. Er wird aus einer Kalebasse durch einen Metallhalm getrunken, ständig nachgefüllt und in Gesellschaft herumgereicht. Wer in Uruguay unterwegs ist, begegnet dem Mate überall: auf Parkbänken, in Büros, auf Estancias, am Steuer. Ihn angeboten zu bekommen ist ein Zeichen von Vertrauen.